Schönheit, schöne Frauen und Bauchtanz sind ein unmittelbares Synonym für den Orient. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass einige vielversprechende orientalische Beauty-Anwendungen nicht nur äußerst gefragt sind, sondern auch ein nie endender Trend zu sein scheinen. Bereits in der Geschichte hat Cleopatra mit Ihren edlen Baderitualen die Schönheit und den geheimnisvollen Orient verkörpert, weswegen Cleopatra in der heutigen Zeit geradezu ein Inbegriff für zeitlose Schönheit ist. Orientalische Beauty-Anwendungen beruhen seit Jahrtausenden auf Materialien, die zu 100 Prozent in der Natur vorkommen, ganz egal ob es sich dabei um ein perfekt aufgetragenes Make-up, um Körperreinigung oder Haarpflege handelt. Oft erhält man den Eindruck, dass man es gerade im Orient schafft, die Zeit anzuhalten, und die natürliche Alterung wesentlich zu verlangsamen.

Empfehlenswerte Beauty-Anwendungen aus dem Morgenland

Das starke Schminken diente nicht nur der Schönheit, sondern war zugleich auch Schutz gegen Schmutz und Staub. Das Make-up schützte vor der starken Sonneneinstrahlung ebenso wie vor vorzeitiger Hautalterung. Wer also in die märchenhafte Wellness-Welt des Morgenlandes eintaucht, bekommt nicht nur eine Haut wie Milch und Honig, einige Schönheitsrituale sollen der Legende nach sogar gute Geister anziehen… – hier die renommiertesten im Überblick:

Das orientalische Bad – das „Hamam“

Die Reinigung des Körpers steht im Orient seit jeher an oberster Stelle. Es wundert also nicht, dass das Dampfbad „Hamam“ ein wesentlicher Bestandteil der gesamten islamischen Kultur ist. Das „Hamam“ duftet nach Kräutern und Blütenessenzen und erwärmt sich bis auf 45 Grad. Der Haut wird durch den Wasserdampf Feuchtigkeit zugeführt und die Poren können sich öffnen. Durch das Schwitzen kann der Körper sich von Schmutz befreien und entschlacken. Da der Körper sich nur langsam erwärmt, ist das Dampfbad auch für Personen mit Kreislaufproblemen bestens geeignet. Nach dem Dampfbad wird der Körper einem intensiven Peeling mit einem Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar unterzogen.

Das Reinigungs-Ritual aus 1000 und einer Nacht

Entschleiert sieht man orientalische Frauen laut dem Koran nur an zwei Orten: zu Hause, in den eigenen vier Wänden und im öffentlichen Bad. Mindestens einmal die Woche legen sie sich auf den warmen Marmorstein und geben sich der angenehmen Schaumschlägerei mit Olivenseife hin. Speziell in Marokko treffen sich die Damen im Rasulbad. Auf ein Meersalz-Peeling folgt die orientalische Variante einer gepflegten Schlammschlacht. Der Körper wird mit Tonerde bestrichen, die beruhigendes Magnesium, Eisen, Kalzium und Kaolin enthält. Nach dem Abspülen im Dampf wird angewärmtes Rösenöl in die frisch gepeelte Haut massiert.

Rhassoul – die Jahrhunderte alte Wascherde

Seit vielen Generationen wird im Orient „Rhassoul“ zum Waschen verwendet. Dies ist eine Wascherde, die im marokkanischen Atlasgebirge abgebaut wird. Es ist eine Ton-Mineralerde, welche völlig frei von Schadstoffen, chemischen Zusatzstoffen, noch dazu biologisch abbaubar ist, und sich zu 100 Prozent auf die Fähigkeiten der Natur verlässt. Die Wascherde, die anders als Seifen den Schutzmantel der Haut nicht angreift, ist keimtötend und entzündungshemmend. Sie wird in Drogeriemärkten als Pulver oder schon in Salben und Cremen aufbereitet, verkauft. Wenn Sie ein Pulver erhalten, ist dies mit einer kleinen Menge Wasser zu einem Brei zusammen zu rühren und anschließend auf die Haut aufzutragen. Ein paar Minuten einziehen lassen, abwaschen und fertig. Mit der Zeit hat Rhassoul den genialen Nebeneffekt, dass Unreinheiten wie Pickel auf der Haut völlig verschwinden – und das ganz ohne Chemie.

Das Rizinusöl – perfekte Haarpflege

Rizinusöl ist nicht nur im Orient ein Renner, nein, auch hierzulande ist in unzähligen Pflegeprodukten Rizinusöl enthalten. Vor allem für schöne Wimpern, Augenbrauen und Haare war Rizinusöl im Morgenland ein Geheimtipp. Wimpern und Brauen bürstete man regelmäßig am Abend mit einer kleinen Wimpernbürste, die man zuvor in das dickflüssige Rizinusöl getaucht hatte. Bei den Wimpern empfiehlt es sich, das Bürstchen erst mit einem Papiertuch von überschüssigem Öl zu befreien, damit nichts in die Augen läuft. Die Haarpflege mit Rizinusöl ist eine Prozedur, für die man schon mindestens einen ganzen Nachmittag einplanen sollte. Das Öl wird zuerst in einem Wasserbad erwärmt und anschließend portionsweise auf die Kopfhaut und ins Haar aufgetragen. Wer das etwas einfacher haben möchte weil er beispielsweise kurze Haare hat, kann den gesamten Kopf auch im Öl tränken. Ohne das Öl auszuwaschen wickelt man den Kopf in ein Handtuch (Achtung: nehmen Sie dafür ein Handtuch, welches Sie nicht mehr benötigen, denn es ist nach der Behandlung hinüber) und lässt die Rizinusöl Packung etwa 2 Stunden einwirken. Danach sollten Sie Ihre Haare gut auswaschen – mit einem Mal wird es hier nicht getan sein, 4 bis 5 maliges Waschen wird erforderlich sein, da das Öl nur sehr schwer auswaschbar ist. Das Ergebnis kann sich dafür sehen lassen: Volumen, Glanz und Haar wie Seide ganz ohne Chemie und teure Haarprodukte.

Das Enthaarungs-Ritual des Orients

Was bei uns erst seit einigen Jahren zur Tagesordnung gehört ist im Orient ein seit Jahrhunderten gelebter Körperkult: Die Entfernung von Haaren an Armen, Beinen und im Intimbereich aus ästhetischen und hygienischen Gründen. „Halawa“ was zu Deutsch so viel heißt wie etwas süßes, nennt sich die Prozedur der Haarentfernung und diese ist längst nicht so harmlos, wie ihr Name vermuten lässt. Zucker und Zitronensaft werden dabei zu gleichen Teilen mit einer Prise Salz gemischt und anschließend erwärmt. Wenn sich die Masse golden färbt, kommt noch etwas Pflanzenöl dazu. Die noch sehr warme Paste wird nun auf jene Stellen aufgestrichen, die es zu enthaaren gilt. Nun heißt es warten, die Zähne zusammenbeißen und die getrockneten klebrigen Fladen gegen die Wuchsrichtung herunterreißen oder -rollen. Angeblich stellen die Haare bei dieser Methode das lästige Nachwachsen irgendwann freiwillig ein – was klar als Vorteil hervorgeht. Halawa gibt es hierzulande übrigens auch als Fertigprodukt in gut sortierten Drogeriemärkten oder Reformhäusern zu kaufen.

Neben den hier genannten Anwendungen und Ritualen hat der Orient noch eine ganze Menge mehr Geheimtipps für Schönheit, Gesundheit und Körperbewusstsein zu bieten. Beispielsweise sind im Orient auch Gewürze, natürliche ätherische Öle und verschiedene Harze ein großer Bestandteil der Produkte für Beauty und Körperpflege. Wussten Sie beispielsweise, dass die Parfumkunst eigentlich aus dem alten Ägypten kommt? Dort wurden Harze und Balsame nämlich den Göttern „per fumum“ – also durch Rauch – geopfert. Auch heute noch gehören zauberhafte Aromen im Orient zum Alltag. Um duftend durch den Tag zu kommen, tauchen die Menschen im Oman die Quaste am Kragen ihrer Gewänder in Essenzen aus Sandelholz, Patschuli, Rose, Kardamom, Myrrhe – und Weihrauch. Dass hält dann im Übrigen auch den gesamten Tag über an – ein lästiges Mitschleppen von 2 Parfumflaschen pro Tasche wird im Orient also hinfällig!

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